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Zeitungskritiken zum Obertonkonzert - 

"Die Regenbogenfarben der Musik":


Neumarkter Nachrichten
Herby

Neumarkter Tagblatt vom 23. Mai 2000

Obertonkonzert in St.Anna

Zuhörer in Erstaunen versetzt / "Regenbogenfarben"

NEUMARKT (mz).   Ein Klangerlebnis war das Obertonkonzert mit Herbert Wagner und Kristin Bächtle in der Sankt-Anna-Kirche. Wie der Name schon sagt, Obertöne sind die Töne über den Tönen, die dem Klang seine Farbe geben: "Regenbogenfarben der Musik".
   Herbert Wagner aus Neuburg, Multiinstrumentalist und ein Meister des Obertongesangs, und Kristin Bächtle
aus Neumarkt, Didgeridoospielerin,  führten die Zuhörer mit außergewöhnlichen Instrumenten (Tibetische Klangschalen, slavische Fujara, afrikanische Kalimba, indische Shruti-Box, Klanghölzer, Maultrommel, australisches Didgeridoo) durch das Medizinrad und brachten sie mit den Elementen Wasser, Feuer, Luft, Erde,Holz und Eisen in Berührung.
  Wer sich auf die Musik einließ spürte bald ihre entspannende Wirkung, die ihren spirituellen Charakter im Raum der Kirche entfaltete. Bemerkenswert die Harmonie im Spiel mit zwei Didgeridoos. "Die Begegnung mit Herbert Wagner hat meinen musikalischen Weg mit dem Didgeridoo, der spirituellen Seite des Instruments, wesentlich geprägt", sagte Kristin Bächtle.
  Das Erklingen mystischer "Flötentöne" versetzte so manchen Zuhörer in Erstaunen, als es sich eben um jene geheimnisvollen Obertöne handelte, die Herbert Wagner mit seiner Stimme erzeugte.
  Wie auch schon im letzten Jahr, zeigte sich auch diesmal wieder ein zunehmendes Interesse an neuer meditativer Musik. Informationen und weitere Konzerttermine können unter Telefon (08435) 1331 erfragt werden.


  

    Neuburger Rundschau vom 18. Juli 2000

  Archaische Töne

  Konzert in St. Wolfgang

Sinning(amei).
  Was ist eigentlich Oberton-Musik? Eines ist sicher: Sie ist uralt und Obertöne sind überall: in der Sprache, in der Musik, in jedem Ding. Jeder Ton - wie auch immer er entsteht - wird von Obertönen begleitet. Der Hörende nimmt Obertöne meistens nicht bewußt wahr, dennoch bestimmen sie die Klangfarbe jeder Stimme und jedes Instruments.
   Beim Obertongesang singt ein Sänger zwei Töne gleichzeitig: Einen tieferen Ton - meistens einen langezogenen Vokal - singt er bewußt, ein zweiter höherer Ton entsteht ganz von selbst. Wenn Herbert Wagner sein Stück "Der Bär" singt, begleitet ihn nur die aus Indien stammende Shruti-Box mit einem Zweiklang aus "fis" und "h". Der Bär scheint brummend durch den Wald zu laufen - doch wo ist der Oberton? Schließt man die Augen - das rät Herbert Wagner seinen Zuhörern - scheint es, als würde aus einer Ecke des Waldes eine Flöte den Bären begleiten. Es sind Obertöne, die der Zuhörer in diesem Moment wahrnehmen kann.
   Dazu braucht es ein aufmerksames Publikum und einen guten Klangraum, den Wagner mit der kleinen Kirche St. Wolfgang für sein kleines, feines Konzert zur Verfügung hatte. Die etwa 90 Zuhörer lud der Künstler ein, mit ihm eine Reise zu machen durch die Elemente seines achtteiligen Medizinrades.
  Die Maultrommel machte den Anfang als Symbol für das Element Eisen. Wie eine gute alte Bekannte aus den Alpen erscheint das unscheinbare Instrument im Kreis der Exoten. Klangschalen aus dem Himalaya - aus sieben Metallen gefertigt - produzieren einen "ganzen Kosmos von Tönen", die bis über die Hörgrenze reichen. Beim Element "Äther" verstärkt Herby den Klang durch Modulation über die Mundhöhle. Den Äther sichtbar machen will er damit. Schwingungen flirren durch die Kirche. Daß, um das Element Erde zu beschreiben, nur das Didgeridoo in Frage kommt, versteht sich von selbst. Kein Instrument klingt so erdig, brummt so allesdurchdringend wie das Jahrtausende alte Blasinstrument der australischen Ureinwohner. Dagegen ist die slowakische "Fujara"-Flöte ein dezentes Instrument. Sie ist aus einem zwei Meter langen Holunderholz gefertigt, kann in zwei Klangfarben gespielt werden und hat bis zu zehn verschiedene Obertöne.
   Wind, Licht, Wasser, Gold ... Obertöne berühren archaische Muster unserer Wahrnehmung und führen uns auf unsere Ursprünge zurück. Sie entstehen immer dort, wo harmonische Schwingung auftritt. Etwas davon konnte man in der 350 Jahre alten Kirche St.Wolfgang bei Sinning dank Herbert Wagners Musik spüren.



Neumarkter Tagblatt vom 4.Mai 2001

Obertöne mit der Maultrommel

Nicht alltäglich und für den Laien gewöhnungsbedürftig ist der Konzertabend von Herbert Wagner am vergangenen Sonntag gewesen. Unter dem Motto "Die Regenbogenfarben der Musik" gastierte der Obertonmusiker in der Sankt Anna Kirche. Auf seiner musikalischen Reise mit verschiedenen Instrumenten stellte Wagner die Elemente Wasser, Luft, Feuer, Erde und das umstrittene Äther vor. Ob mit der Maultrommel (siehe Foto) oder dem australischen Didgeridoo entführte er die Besucher in eine fremde Welt. Zum Höhepunkt sang der Musiker selbst Obertöne. Wagner bot ein unkonventionelles Konzert, bei dem allerdings die Kälte in der Kirche und der Lärm des Straßenverkehrs störten. Foto: Stefan Schmidt


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